Die THG-Quote ist zurück und für viele Besitzer eines Elektroautos wieder deutlich attraktiver geworden. Doch wie funktioniert der Antrag eigentlich? Wer hat Anspruch auf die Prämie und welche Unterlagen werden benötigt?
Die gute Nachricht vorweg: Der Aufwand ist gering und in wenigen Minuten erledigt.
Wer hat Anspruch auf die THG-Prämie?
Grundsätzlich können alle Halter eines rein batterieelektrischen Fahrzeugs (BEV) die THG-Quote beantragen. Entscheidend ist, dass das Fahrzeug in Deutschland zugelassen ist und Sie als Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) eingetragen sind.
Dazu gehören beispielsweise:
- Volvo EX30
- Volvo EX40
- Volvo EC40
- Volvo EX90
- Volvo EX90
- Nissan Leaf
- Nissan Micra
- Nissan Ariya
Auch gewerblich zugelassene Elektrofahrzeuge können in vielen Fällen von der THG-Quote profitieren.
Welche Fahrzeuge sind ausgeschlossen?
Nicht jedes Fahrzeug mit elektrischem Antrieb ist automatisch berechtigt.
Keine THG-Prämie erhalten unter anderem:
- Plug-in-Hybride (PHEV)
- Vollhybride
- Mild-Hybride
- Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor
Der Gesetzgeber berücksichtigt ausschließlich rein batterieelektrische Fahrzeuge, da nur diese vollständig lokal emissionsfrei unterwegs sind.
Welche Unterlagen werden benötigt?
Für den Antrag benötigen Sie in der Regel lediglich:
✅ Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
Mehr ist meist nicht erforderlich. Der Anbieter übernimmt anschließend die Prüfung beim Umweltbundesamt und kümmert sich um die Vermarktung Ihrer THG-Quote.
Garantieprämie oder Flex-Prämie?
Viele Anbieter bieten inzwischen zwei Modelle an.
Garantieprämie
Hier erhalten Sie einen festen Betrag.
Vorteile:
- sichere Auszahlung
- keine Überraschungen
- schnelle Planung
Nachteil:
Steigen die Marktpreise später deutlich an, profitieren Sie davon nicht mehr.
Flex-Prämie
Bei diesem Modell richtet sich die Auszahlung nach dem später erzielten Marktpreis.
Vorteile:
- höhere Auszahlung möglich
- Teilnahme an steigenden Marktpreisen
Nachteile:
- keine garantierte Höhe
- Auszahlung erfolgt häufig später
Welche Variante besser ist, hängt von den persönlichen Erwartungen und der eigenen Risikobereitschaft ab.
Wann sollte der Antrag gestellt werden?
Grundsätzlich kann die THG-Quote jedes Kalenderjahr neu beantragt werden.
Je früher der Antrag gestellt wird, desto schneller kann die Bearbeitung erfolgen. Die eigentliche Auszahlung erfolgt jedoch erst nach der Bestätigung durch das Umweltbundesamt und der erfolgreichen Vermarktung der Zertifikate.
Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Anbieters achten?
Nicht nur die Höhe der versprochenen Prämie ist entscheidend.
Achten Sie auch auf:
- transparente Vertragsbedingungen
- keine versteckten Gebühren
- seriöse Unternehmensangaben
- verständliche Informationen zur Auszahlung
- gute Bewertungen anderer Nutzer
Ein Vergleich verschiedener Anbieter kann sich durchaus lohnen.
Fazit
Die Beantragung der THG-Quote ist einfacher als viele denken. Mit wenigen Angaben und dem Fahrzeugschein können Besitzer eines vollelektrischen Fahrzeugs jedes Jahr von einer attraktiven Prämie profitieren.
Wer verschiedene Anbieter vergleicht und auf transparente Bedingungen achtet, kann sich die Vorteile der THG-Quote unkompliziert sichern.
Die THG-Quote ist kein kompliziertes Förderprogramm, sondern eine jährliche Chance, von der Elektromobilität zusätzlich zu profitieren. Der Antrag ist schnell erledigt und kann – je nach Anbieter und Marktlage – mehrere hundert Euro einbringen. Wer ein Elektroauto fährt, sollte diese Möglichkeit deshalb jedes Jahr nutzen.
