Als Nissan 2010 den Juke auf den Markt brachte, polarisierte er sofort: Ein kleines SUV mit extrovertierter Optik, runden Scheinwerfern und einer coupéartigen Linie – das gab es so noch nicht. Er war mutig, verspielt und vor allem: anders.
Heute, über ein Jahrzehnt später, ist der Juke gereift. Die zweite Generation setzt auf modernes Design, Technik-Upgrades und mehr Raum – ohne seine rebellische Seele zu verlieren.
Erste Generation (F15 – 2010–2019): Mut zum Unkonventionellen
Design & Zeitgeist:
Der erste Juke trat auf wie ein Konzeptfahrzeug, das es in Serie geschafft hatte. Wuchtige Kotflügel, hochgesetzte Tagfahrlichter, runde Hauptscheinwerfer in den Stoßfängern – eine Mischung aus SUV, Coupé und futuristischem Spielzeug. Innen setzte Nissan auf runde Lüftungsdüsen, knallige Farben und ein zentrales „Motorradtank“-Design für die Mittelkonsole.
Technik:
- Motoren: 1.6-Benziner, DIG-T-Turbos bis 200 PS, 1.5 dCi Diesel
- Allradoption (4×4-i mit Torque Vectoring)
- Getriebe: 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe, Xtronic-CVT
- Nissan Dynamic Control System – variable Fahrmodi
- Teils Rückfahrkamera, Navigationssystem & schlüsselloses Startsystem
Besonderheit:
Der Juke F15 war der erste Kleinwagen-SUV mit echtem Lifestyle-Faktor – und er zeigte, dass Autos nicht immer allen gefallen müssen, um erfolgreich zu sein.
Zweite Generation (F16 – ab 2019): Der gereifte Rebell
Design & Zeitgeist:
Die zweite Generation behielt die typische Juke-Identität – doch alles wurde raffinierter: schmalere LED-Leuchten, markanter V-Motion-Grill, flacheres Dach, muskulösere Schultern. Der Juke ist erwachsen geworden, aber nicht langweilig.
Innenraum:
- Deutlich hochwertiger: Softtouch-Materialien, Touchscreen (8″), digitales Cockpit (teilweise), optionales Bose Personal Plus Soundsystem
- Mehr Beinfreiheit und Kofferraum (422 Liter)
- Ambientebeleuchtung & Sport-Sitze (N-Design/N-Connecta)
Technik:
- 1.0 DIG-T Dreizylinder-Benziner (117 PS, später 114 PS mit DCT)
- 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-DCT
- Fahrerassistenzsysteme: Notbremsassistent, Toter-Winkel-Warner, Verkehrszeichenerkennung
- ProPILOT Assist für teilautonomes Fahren
- Neue CMF-B Plattform für mehr Effizienz, Raum und Sicherheit
- Ab 2022: Nissan Juke Hybrid – mit e-Motor-Technologie aus dem Renault-Nissan-Verbund
Besonderheit:
Der neue Juke bleibt visuell eigenständig, wirkt aber deutlich reifer. Besonders als Hybrid wird er zum zukunftsfähigen Stadtauto mit individuellem Touch.
Generationenvergleich – Der Juke im Wandel
Merkmal | Juke I (2010–2019) | Juke II (ab 2019) |
---|---|---|
Design | Auffällig, rund, verspielt | Markant, kantig, klarer |
Innenraum | Eng, bunt, verspielt | Geräumiger, hochwertiger |
Motorisierung | Benzin & Diesel, sportlich | Downsizing, Hybrid |
Technik | Fahrmodi, Rückfahrkamera | Assistenzsysteme, ProPILOT |
Plattform | B-Plattform (älter) | CMF-B Plattform (neu) |
Fokus | Stil und Individualität | Komfort, Effizienz, Vernetzung |
Fazit: Nissan Juke – Ein Statement mit Substanz
Der Nissan Juke ist und bleibt ein Charakterauto. Was als Designexperiment begann, ist heute ein ernstzunehmender Player im Crossover-Segment – ohne beliebig zu werden. Die zweite Generation schafft den Spagat: Sie bleibt mutig, aber komfortabler. Sie bleibt individuell, aber alltagstauglicher. Und mit der Hybridvariante ist der Juke bereit für das nächste Jahrzehnt urbaner Mobilität.
Für alle, die ein Auto mit Wiedererkennungswert und Technik auf Augenhöhe suchen – der Nissan Juke hat auch in Generation zwei nichts von seiner Persönlichkeit eingebüßt.